Foto: Marianne Moosherr

Was ich schon immer über mich wissen wollte!

Interview mit mir selbst

Reina, deine Art zu „malen“ bezeichnest du als „Snippet Painting“. Was hat es damit auf sich?

Meine Ausdrucksform ist das Malen mit Papiersteinchen, –schnipseln, –snippets. Wir kennen alle Mosaiken aus Museen, Kirchen oder auch aus öffentlichen Räumen. Diese Form der Kunst, des Ausdrucks hat mich schon immer sehr fasziniert, weil es einerseits sehr handwerklich ist und andererseits eine hohe künstlerische Komponente beinhaltet. Ich kann im wahrsten Sinne des Wortes etwas gestalten. Im besten Sinne verstehe ich mich als „Schicht-arbeiterin“. Schicht für Schicht versuche ich mein bestimmtes Motiv, Bild, Farben, Stimmungen, die ich im Kopf habe und aus mir raus müssen in Papier um-zusetzen. Mein „Farbkasten“ und Aus-druckmittel sind die unterschiedlichsten Zeitschriften und Hochglanzmagazine, derer ich mich bediene. Durch Reißen, Aneinanderfügen und Überlappungen entstehen dann meine Arbeiten.“

 

 

Wie bist du zur Kunst gekommen?

Ich bin schon früh zur Kunst gekommen. Mit meiner Familie habe ich viele Museen besucht und als Kind hatte ich immer irgendetwas zum Malen, Zeichnen, Basteln. Ich habe sogar mal ein Malwettbewerb von „Milka“ gewonnen: Eine Reise nach Helgoland, die ich dann meinen Eltern geschenkt habe. Meine Kunstleidenschaft hat sich sowohl in der Schule als auch im Studium weiter-fortgesetzt, und natürlich besuche ich immer noch jede erdenkliche Ausstellung, die mich interessiert. Zuletzt das Lehmbruck-Museum in Duisburg mit Antony Gormley: Calling on the body! Großartig.

Wie hast du deinen Stil gefunden, bzw. entwickelt?

Ich weiß es nicht, warum ich zur Collage, zu den Snippets, gefunden habe. Ich denke, die Collage hat mich gefunden. Meine erstes Papierbild habe ich bereits in den 80er gemacht und der Mutter meiner damaligen Freundin geschenkt. Dieses Bild hängt immer noch in deren Haus. Und ich finde es immer noch „schön“. 

 

 

Wie entsteht so ein Bild und wo findest du deine Motive?

Alle meine Motive entstehen aus dem Moment heraus. Egal, wo ich mich aufhalte: In der Natur, in der Stadt. Es ist oft nur ein kurzes Aufblitzen, ein Detail eines Sehausschnitts, das mich reizt und ich dann fotografiere. Das Foto dient mir dann als Vorlage, um diesen Moment dann wieder zu Papier zu bringen.

Was planst du für die Zukunft?

Ich bin jetzt soweit, „rauszugehen“ und meine Arbeiten zu zeigen. Natürlich mit dem Gefühl einer großen Neugierde, denn meine Kunst entspricht ja keiner Auftragsarbeit auf Basis eines Briefings. Deshalb bin ich gespannt, wie meine Snippets aufgenommen werden. Ich plane jetzt meine erste Ausstellung „überland“ und erste Galerien haben bereits angeklopft. Das ist ein schönes Gefühl.

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